|
Jährlich sterben in Deutschland 20.000 Menschen an Leberversagen. Durchschnittlich 18 Monate beträgt die Lebenserwartung eines Leberkranken nach der ersten Dekompensation seines Leidens.
Zur Behandlung dieser Patienten stehen bisher Medikamente, Diät und in einem kleinen Prozentsatz die Lebertransplantation zur Verfügung. Weitere Maßnahmen, wie Anlegen eines Umgehungskreislaufes (TIPS=Transjugulärer-Intrahepatischer-Portosystemischer-Shunt) und Unterbindung von Krampfadern der Speiseröhre stellen lediglich entlastende Eingriffe in lebensbedrohlichen Situationen dar. Seit nunmehr 10 Jahren ist ein neues Verfahren, das die Funktionen der versagenden Leber übernehmen soll, in Entwicklung. Das am weitesten entwickelte und am häufigsten eingesetzte System ist das MARS-Verfahren: Molekular Absorption Recirculating System. Das Prinzip ist – wie bei der Nierendialyse – die Entfernung von Giftstoffen aus dem Blut, die durch die Leber nicht, oder nicht ausreichend entfernt werden können. Da die Blutreinigung an einer semipermeablen Membran, wie bei der Nierendialyse, erfolgt, hat sich für dieses Verfahren der Begriff Leberdialyse eingebürgert.
ALM hat es sich zur Aufgabe gemacht, die Leberdialyse – in Analogie zur Nierendialyse – im ambulanten Bereich, das heißt außerhalb von Kliniken bzw. Intensivstationen anzuwenden. Patienten mit Leberversagen aus unterschiedlichsten Gründen werden noch vor Eintreten der Notwendigkeit einer intensivmedizinischen Behandlung der Leberdialyse zugeführt.
Die Betreuung und Überwachung erfolgt durch intensivmedizinisch geschulte Fachärzte und Fachpersonal in ärztlich geleiteten Einrichtungen (Kliniken, Praxen). |