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Lebertherapie PDF Drucken E-Mail
©Ambulante Leberdialyse München :: Freitag, 05 August 2005
1. kausale Therapie
 
Eine relativ einfache ursächliche Behandlung der alkoholbedingten Leberschädigung bzw. der Leberschädigung durch Medikamente und andere Substanzen ist das Vermeiden dieser Lebergifte.

In der Behandlung der Virushepatitis (Hepatitis B, Hepatitis C) sind in den letzten Jahren zunehmend hochwirksame Medikamente (Interferone, Nukleosidanaloga, Nukleotidanaloga) entwickelt worden, die in Kombination zu einer völligen Ausheilung der chronischen Virushepatitis führen können.

2. Symptomatische Behandlung:
 
Ist die Leberschädigung schon weit fortgeschritten und besteht eine Leberzirrhose so können nur noch die Symptome und Komplikationen der Leberzirrhose behandelt werden.
a.) Diät:

So ist die Einhaltung einer eiweißreduzierten Kost erforderlich um die Bildung von Ammoniak zu reduzieren und damit die zentralnervösen Symptome (hepatische Enzephalopathie) der Leberzirrhose zu mildern.

Der Pfortaderhochdruck kann mit Dociton gesenkt werden. Diuretika (entwässernde Medikamente) werden zur Behandlung der Wassereinlagerung im Bauch (Aszites) eingesetzt.

c.) Transjugulärer intrahepatischer portosystemischer Shunt:
 
In schweren Fällen der Leberdekompensation- Ösophagusvarizenblutung oder therapieresistenter Aszites- wird ein Umgehungskreislauf um die Leber angelegt. Auf diese Weise gelingt es das Risiko der Ösophagusvarizenblutungen und der Wassereinlagerung im Abdomen zu reduzieren. Allerdings ist dieser Eingriff in 30% mit einer Verschlechterung der zentralnervösen Erscheinungen (hepatische Enzephalopathie) verbunden.
 
d.) Therapie der terminalen Leberinsuffizienz:
 
Ist die Leber schließlich so schwer geschädigt, dass sowohl ihre Entgiftungsfunktion als auch Synthesefunktion weitgehend zerstört sind (s.g. Stadien der Leberzirrhose Child B und Child C) besteht die einzig kurative Behandlung in einer Lebertransplantation.

Da jedoch nur relativ wenige Transplantationslebern zur Verfügung stehen (ca. 1000 pro Jahr bei 20 000 leberassoziierten Todesfällen im Jahr) ist die Leberdialyse (MARS-Therapie) entwickelt worden. Bei diesem Verfahren besteht einerseits die Möglichkeit Funktionen der Leber so lange aufrecht zu erhalten bis sich die Restfunktion der Leber erholt hat bzw. ein Einsatz ist auch als Überbrückung bis zur Lebertransplantation möglich.

 
 
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